May 29, 2017

Kommunikation internationalisieren – Erfolgreich auf mehreren Märkten

Kaum ein e-Commerce-Unternehmen beschränkt sich heute noch auf ein einzelnes Land als Absatzmarkt. Vor der Expansion ins Ausland müssen wichtige Schritte wie die Bestimmung der Zielgruppe, die Wahl der Vertriebswege und die Definition der lokalen Strategie durchgeführt werden. Sobald die großen Linien klar sind, heißt es, zügig neue Kunden anzusprechen und mit den gewonnenen in Kontakt zu bleiben. Damit das effizient und authentisch klappt, gilt es einige Tipps zu beachten.

Die Grundlage: Content und Angebot übersetzen

Sobald der Zielmarkt, die Keywords und die Übersetzer bestimmt und ausgewählt wurden, kann der eigentliche Übersetzungsprozess beginnen.

 

Content exportieren

Mit den aktuellen Webseite-Plattformen ist es möglich, Ihren Content in eine Datei zu exportieren, anstatt den Text kopieren und in ein Word-Dokument einfügen zu müssen. Dazu muss man sich unter Umständen an einen Webentwickler wenden, doch beliebte Plattformen wie WooCommerce, Magento, Shopify oder PrestaShop verfügen über eigene Plug-Ins, die den Export des Contents vereinfachen.

 

Lokalisierungsplattformen

Eines der wichtigsten Kriterien beim Übersetzen ist, dass die Übersetzer über den Kontext Bescheid wissen. Mit Lokalisierungsplattformen wie Transifex, PhraseApp, Localize und Lingohub ist es für Übersetzer einfacher, zu sehen, an welcher Stelle der Text auf der jeweiligen Webseite erscheint. Egal, für welche Methode man sich entscheidet, wichtig ist, dass eine komplette Überprüfung der Webseite stattfindet, um sicherzustellen, dass auch alle Elemente tatsächlich übersetzt wurden, einschließlich:

  • Text in Bildern
  • Schaltflächen, Formulare, Pop-ups, Fehlermeldungen
  • Kopfzeilen, Fußzeilen, Menüs
  • URLs
  • Metadaten wie Alt-Tags

 

Newsletter, Blogposts & Co. – so wird die Kommunikation kosmopolitisch

Da E-Mails bei den unterschiedlichen Mitteln zur Kundengewinnung an dritter Stelle stehen (laut einer Studie von Custora), ist es unerlässlich, mit Kunden in ihrer Muttersprache zu korrespondieren, damit die Botschaft beim Empfänger so überzeugend wie möglich ankommt. Gleiches gilt für die Übersetzung automatisch generierter E-Mails wie beispielsweise Rechnungen und Versandanzeigen, denn diese enthalten wichtige Informationen wie etwa Rückgaberegelungen oder voraussichtliche Liefertermine.

 

Mehrsprachiges Content-Marketing

Über 90 % der B2C- und 86 % der B2B-Unternehmen verwenden eine Form des Content-Marketings, um Besucher auf ihre Webseite zu lenken und zum Kauf zu animieren. Nach dem Übersetzen der wesentlichen Inhalte des Online-Stores ist der folgende Schritt daher das Content-Marketing einschließlich der mehrsprachigen Gestaltung von Blogs, Whitepapers, Tutorials und Videos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Content zu erstellen, der aktuell und für die Zielgruppe vor Ort relevant ist:

 

Lokalisierungsstrategie 1: Übersetzung

Es gibt Firmen, die über genügend Zeit und Mittel verfügen, um ihren gesamten bestehenden Content in eine oder mehrere Sprachen übersetzen zu lassen. Da diese Ressourcen jedoch nicht in allen Firmen zur Verfügung stehen, besteht die beste Vorgehensweise darin, zu analysieren, welche Teile des Contents am beliebtesten sind und den höchsten ROI sicherstellen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Content für die Zielgruppe relevant sein muss. So dürfte etwa ein besonders beliebter Blog-Eintrag über den Super Bowl in Ländern, in denen American Football als Sportart nicht sonderlich bekannt ist, wenig Anklang finden. In vielen Fällen wird der Übersetzer den Content, auch wenn er für den lokalen Markt gewisse Relevanz aufweist, durch die Änderung von Beispielen, Ausdrücken oder kulturellen Bezügen anpassen. Bestimmung der Zielgruppe

 

Lokalisierungsstrategie 2: Content erstellen

In den Fällen, in denen der bestehende Content für einen internationalen Zielmarkt ungeeignet scheint, ist die beste Lösung das Erstellen eines mehrsprachigen Contents. Ein lokaler Autor wählt ein Thema aus, das in seinem Markt populär ist und verfasst einen Content, der zur Stimme und Persönlichkeit der Marke passt. Das Problem bei diesem Ansatz liegt darin, einen Autor vor Ort zu finden, der auch Trend-Themen untersuchen und der Ausrichtung der Marke folgen kann. Wichtig ist hier, dass man sich überlegt, wie die Content-Strategie verwaltet wird – zentral vom Firmensitz aus oder indem man den Managern vor Ort mehr Selbstständigkeit einräumt.

 

Lokalisierung

Lokalisierung geht über schlichtes Übersetzen hinaus, indem eine Webseite mittels relevanter Informationen und hinsichtlich der Kundenansprache angepasst wird. Die wichtigsten Elemente für die Lokalisierung sind:

  • Vokabular: Es ist wichtig, dass Stil, Vokabular, Fachbegriffe und sogar umgangssprachliche Wendungen des Zielmarktes verwendet werden, damit der Inhalt im jeweiligen Land Anklang findet.
  • Versandinformationen: Der Versand ist einer der Hauptgründe für den Abbruch eines Kaufvorgangs auf der Warenkorb-Seite, deshalb ist die Angabe von eindeutigen Informationen und Preisen entscheidend.
  • Rückgabe-/ Rückerstattungsregelung: Die gesetzlichen Vorschriften können von Region zu Region variieren und geltende Verbraucherschutzgesetze können die entsprechenden Regelungen von Händlern stark beeinflussen.
  • Kontaktdaten: Eine lokale E-Mail-Adresse, Postanschrift und Telefonnummer sollten angegeben werden, damit die Kunden den Händler problemlos kontaktieren können, ohne internationale Gebühren bezahlen zu müssen.
  • Öffnungszeiten: Ein lokaler Kundenservice und ein vor Ort anwesendes Verkaufsteam sind die beste Lösung, doch wenn sich der Betrieb zentral an einem Ort befindet, ist es wichtig, dass die entsprechenden Öffnungszeiten angegeben und dabei eventuelle Zeitunterschiede durch unterschiedliche Zeitzonen berücksichtigt werden.
  • Zahlungsmethoden: Die Zahlungsmethoden sollten an die Modalitäten angepasst werden, die vor Ort bevorzugt werden, um das Abbrechen des Bestellvorgangs auf der Warenkorb-Seite zu verhindern.
  • Währung: Einem Bericht von Statista zufolge brachen 13 % der Käufer ihren Kaufvorgang ab, weil eine ausländische Währung auf der Webseite angegeben war.
  • Maße: Größen, Gewichte und Volumina sollten alle an den vor Ort üblichen Standard angepasst werden.
  • Feiertage + Ereignisse: Marketingaktionen sollten an die Feiertage und Ereignisse angepasst werden, die für den Zielmarkt relevant sind.
  • Jahreszeiten: Diese können eine starke Auswirkung auf Produktkataloge und das richtige Timing haben. Eine Winterkollektion in Kanada wird nicht so erfolgreich sein, wenn sie zur gleichen Zeit in Australien vorgestellt wird.

 

Lesen Sie alle Tipps zur gelungenen Internationalisierung in unserem Ultimativen Leitfaden zur Entwicklung des Cross-Border-Verkaufs in Europa, den wir zusammen mit Lengow entwickelt haben.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der K5 2017 an Stand 6. Weite Infos und Terminvereinbarung gerne unter vertrieb@textmaster.com

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